Lachen verbindet Generationen: Impro-Show im Haus Veronika
Die 13 Improdorianer vom Gymnasium Theodorianum machten den Bewohnern des Haus Veronika eine große Freude und wurden selber überrascht.
Die Idee zu dem Besuch kam von den Schülerinnen und Schülern selbst. Sie wollten ihr Können nicht nur auf der Schulbühne zeigen, sondern auch Menschen außerhalb der Schule eine Freude machen.
Die 5.- 10.Klässerler:innen Ida Cramer, Florence Edle von Löw, Leo Engels, Elina Gai, Helena Holtkämper, Frieda Karcher, Laitha Musleh, Benjamin Richter, Greta Schmidt, Kieran und Ruben Schnedler, Silas Schulz und Eric Thirkettle scharren mit den Hufen und warten, dass es endlich los geht. Gemeinsam mit ihrem Leiter Benedikt Blank wollen die Jugendlichen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Haus Veronika eine Freude machen.
Zunächst wärmt Blank das Publikum auf: „Beim Improvisationstheater wissen wir nicht, was passiert. Jede Show ist einzigartig und beruht auf spontanem Zusammenspiel. So wie ein gutes Fußballspiel.“ Die rund 40 Zuschauerinnen und Zuschauer holen Paderborns jüngste Improtheater-Gruppe mit freudigem Applaus auf die Bühne.
Es folgen fantasievolle Geschichten über eine Bergwanderung, bei der alles schiefgeht, über Mickey Maus, Donald Trump und Rapunzel, die in einer Fernsehshow einen Job bei einem Kontaktlinsenhersteller ergattern wollen, sowie über einen neuen Film, in dem ein Hund, seine Besitzerin und ihr bester Freund Fallschirmspringen lernen. Die Zeit vergeht wie im Flug, und das Publikum kommt aus dem Lachen kaum heraus.
Zum Abschluss bedankt sich Josef Opitz vom Haus bei den Jugendlichen: „Ihr habt sehr viel Mut bewiesen und uns mit eurer Spielfreude bestens unterhalten. Vielen Dank!“ Während er den Schauspieler:innen zur Belohnung Eis austeilt, fügt er hinzu: „Doch es gibt hier noch jemanden, der euch etwas sagen möchte.“
Daraufhin erhebt sich ein Mann aus dem Publikum und richtet das Wort an die Gruppe: „Es ist mir heute eine ganz besondere Freude, euch zu sehen. Ich war selbst Schüler am Theodorianum – ab 1948. Damals war es nach dem Krieg noch ein Trümmerhaufen, und wir haben die ersten Schuljahre in Holzbaracken am Abdinghof erlebt. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir auch ein paar Streiche gemacht, etwa durch ein Astloch ins Nachbarklassenzimmer zu schauen oder in der Pause Teerpappe im Ofen zu verbrennen. Ich wünsche euch sehr, dass ihr die Freude, die ihr uns heute gezeigt habt, weiter behaltet.“
So wurde aus einem Auftritt der Improdorianer mehr als nur eine Theatershow: Junge und alte Theodorianer begegneten sich, teilten Erinnerungen und sorgten gemeinsam für einen besonderen Nachmittag im Haus Veronika.
