Die Erdkundekurse der Q2 besuchen das Ruhrgebiet

Am 14. September machten sich der Q2-Erdkunde-Leistungskurs von Herrn Huneke und der Q2- Erdkunde-Grundkurs von Herrn von Schwartzenberg gemeinsam auf den Weg ins Ruhrgebiet, um die Themen Strukturwandel und Stadtentwicklung nicht nur im Unterricht zu besprechen, sondern direkt vor Ort zu erkunden.

Los ging es früh: Um 7:20 Uhr startete die Exkursionsgruppe am Masperplatz in Richtung Ruhrgebiet. In Essen wurde Frau Enigk vom Regionalverband Ruhr (RVR) abgeholt, die die Schülerinnen und Schüler den ganzen Tag über fachkundig begleitete und die Stationen der Fahrt einordnete. Die erste große Station war die Zeche Zollverein in Essen, UNESCO-Welterbe und eines der bekanntesten Symbole für den Wandel vom Bergbau- und Schwerindustriestandort zu einem Zentrum für Kultur, Design und Kreativwirtschaft.

Anschließend ging es weiter zum Tetraeder auf der Halde Beckstraße in Bottrop, einer ehemaligen Bergbauhalde, die heute als begehbares Kunst- und Landschaftsbauwerk weit über das Ruhrgebiet hinaus sichtbar ist und stellvertretend für die Umnutzung industrieller Brachflächen steht.

Nach der Mittagspause am Centro in Oberhausen, selbst ein Beispiel dafür, wie auf einer ehemaligen Industriefläche ein großes Dienstleistungs- und Freizeitzentrum entstanden ist, führte die Fahrt schließlich in den Landschaftspark Duisburg-Nord. Das stillgelegte Hüttenwerk, das heute als Freizeit-, Kultur- und Veranstaltungsort genutzt wird, bildete einen eindrucksvollen Abschluss des Tages.

Inhaltlich stand die Exkursion ganz im Zeichen des wirtschaftlichen und städtebaulichen Wandels im Ruhrgebiet. An den einzelnen Stationen ließ sich exemplarisch nachvollziehen, wie aus einer Region, die über Jahrzehnte von Kohleförderung und Stahlindustrie geprägt war, durch den Strukturwandel neue wirtschaftliche Schwerpunkte entstanden sind, von der Kultur- und Kreativwirtschaft über den Einzelhandel und die Freizeitindustrie bis hin zur Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen zu Naherholungsgebieten. So konnten wir die im Unterricht behandelten Konzepte von Deindustrialisierung, Tertiärisierung und Flächenrecycling unmittelbar an konkreten Orten nachvollziehen.

Ein besonderer Dank gilt Frau Enigk vom Regionalverband Ruhr für die kompetente und anschauliche Führung durch den Tag. Durch ihre Erläuterungen an den einzelnen Stationen wurde der Strukturwandel des Ruhrgebiets für uns greifbar und verständlich.

Text: Marie Brors und Esin Biricik
Fotos: Paul Huneke