Zwischen Geschichte, Meer und griechischem Alltag
- Schon winkt auf hohem Begesrücken, Akrokorinth des Wandrers Blicken - (Die Kraniche des Ibykus, Friedrich Schiller)
Nach einem vergleichsweise entspannten Morgen und einem ausgiebigen Frühstück brachen wir gegen 9 Uhr auf. Dabei fiel unser Reisetag auf einen der drei griechischen Nationalfeiertage, an denen an historische Ereignisse der Landesgeschichte erinnert wird – entsprechend ruhig und zugleich besonders wirkte die Stimmung vielerorts.
Unser erstes Ziel war der beeindruckende Kanal von Korinth. Dort blieb Zeit, das Bauwerk zu bestaunen, Fotos zu machen und sich kurz zu stärken. Die schmalen, steil abfallenden, menschengemachten Felswände hinterließen bei vielen einen bleibenden Eindruck.
Weiter ging es hinauf zum Akrokorinth – und spätestens hier haben wir gelernt: „akro“ bedeutet hoch. Der Aufstieg wurde mit einem weiten Blick bis zum Meer belohnt. Leider blieb uns der Zugang zur Anlage selbst aufgrund des Feiertags verwehrt, sodass wir uns mit der Aussicht begnügen mussten. Außerdem wurden mit einem echten Schauspiel und Vortrag der Ballade Schillers durch Herrn Bretschneider und Herrn Reineke unterhalten, was uns neben allen anderen schönen Erfahrungen in Erinnerung begleiten wird wie die Kraniche in Schillers Werk.
So führte uns der Weg schließlich früher als geplant weiter nach Tolo, wo wir auf zwei Hotels aufgeteilt wurden. Während sich ein Teil über den etwas längeren Weg dorthin „freute“, wurde dies mit einem gewissen stoischen Verständnis für das griechische Schicksal hingenommen.
Am Ziel angekommen, zog es viele direkt ans Meer. Nach den intensiven Programmtagen tat die Zeit am Wasser sichtlich gut – Entspannung, Sonne und ein erster Moment des Durchatmens. Am Abend verteilten wir uns auf verschiedene Tavernen, bevor der Tag in geselliger Runde mit Spielen – unter anderem einer Partie Hitster – ausklang.
