Letzte Male: gemischte Gefühle vor dem Heimweg

Ein letztes Mal Koffer packen und in den Bus räumen, dabei ein letztes Mal staunen, wie das alles passt, ein letztes Mal das eigenwillige griechische Frühstück essen und dann zu unserem allerletzten Programmpunkt der Studienfahrt nach Olympia fahren: das ist schon ein komisches Gefühl. Während einige schon sehnsüchtig das heimische Bett erwarteten, wären andere lieber noch ein bisschen geblieben. Auch das Wetter war wechselhaft; in Krestena regnete es noch aus dem trüben Himmel, aber pünktlich zur Besichtigung des archäologischen Geländes klarte es zum Glück auf. 

Nach einer kurzen Führung erkundeten wir in Kleingruppen die Anlage mithilfe einer Fotorallye, bei der wir beispielsweise wie echte Griechen vor dem ca. 83 Schritte langen Zeustempel posieren mussten. Andere teilweise erhaltene große Gebäude waren das Philippeion, die Palaestra, der Heratempel (bei dem übrigens heute immer das olympische Feuer entzündet wird) und natürlich das Stadion. An den alten Start- und Ziellinien veranstalteten wir einige Wettläufe.

Im Museum erfuhren wir den Grund, warum auf dem Außengelände alles so kaputt und schmucklos aussieht: die gut erhaltenen Säulen und Statuen sowie weitere Funde sind nach Drinnen verlegt worden. Daher konnten wir doch noch die riesigen Giebel des Zeustempels mit mythologischen Szenen darauf oder eine Statue von Hermes mit Dionysos als Baby bestaunen.

Dann ein letztes Mal Mittagspause mit Pita für 3,50€ (wir plädieren für die Einführung eines solchen Essenskonzeptes auch in Deutschland). Anschließend fuhren wir nach Patras, wo die Fähre nach Italien ablegen sollte. Zuvor deckten wir uns allerdings ein weiteres letztes Mal in einem Supermarkt mit Snacks und Mitbringseln ein, bevor wir durch die ziemlich laschen Sicherheitskontrollen erneut die Superfast IV betreten durften. Mit Kartenspielen, Wolle, Büchern und einer Menge Instantnudeln vertrieben wir uns die Zeit. Der Wind wehte deutlich rauer als auf der Hinfahrt, sodass wir im Dunkeln auf dem Deck beim Beobachten der Blitze und Wellen unsere Haare (und Stühle...) ordentlich fliegen ließen. Dementsprechend kamen auch Anfälle von Seekrankheit öfters vor, weshalb wir nun mehr oder weniger ausgeruht der langen Rückfahrt im gleichzeitig geliebten wie verhassten Bus entgegenblicken.