Ancona Ahoi!

In einer für die meisten doch eher kurzen Nacht bewiesen wir unsere Kreativität, eine möglichst komfortable Schlafposition zu finden - oder eben nicht. Von auf dem Rücken, auf dem Nachbarn bis hin zu gar nicht war alles dabei. Dafür wurden wir um halb sieben mit einem schönen Sonnenaufgang in Italien belohnt. Nach einer 45-minütigen Frühstückspause verlief die weitere Fahrt nach Ancona unspektakulär, bis sich uns plötzlich auf der linken Straßenseite eine neue Aussicht bot: das Meer! Grünblau waberte es am Horizont entlang. Die Vorfreude auf ein Ende des elendigen Sitzen stellte die Erinnerungen an die Nacht in den Hintergrund. 

Von da an dauerte es gar nicht mehr lange, bis wir die Tickets in einem Industriegebiet abholen und anschließend zum Fähranleger fahren konnten. Dort passierten alle zum Glück unbehelligt die Sicherheitskontrolle und warteten auf unsere Fähre, die "Superfast IV", die uns über Nacht hoffentlich auch superfast nach Igoumenitsa bringt. Zusammen mit anderen internationalen Reisegruppen winkten wir unter großem Gehupe den abfahrenden LKWs zu und betraten anschließend die Fähre (auf Griechisch übrigens πλοίο). Die Kabinen sind zwar etwas beengt, dafür ist die Aussicht von Deck grandios und in den Salons kann man sehr gut Karten spielen. 

Noch steht das Schiff still und nur der Wind weht uns um die Nase, aber um 16 Uhr legen wir voraussichtlich ab. Mal sehen, wem während der Überfahrt seekrank wird...