GeoMINT am Theo: Skorpione gesichtet..

Da bewegt sich was in der Bodenprobe. Fast zu schnell zum Fotografieren mit dem Handymikroskop, denn Mauerasseln rennen, sie weichen Beleuchtung lieber aus. Und da krabbelt etwas anderes, es hat zwei Scheren und sieht nicht nur aus, er heißt auch so: Ein Skorpion! Winzig klein allerdings ist er, und neben anderen Zersetzern wie dem Tausendfüßler oder anderen Spinnen und Larven schwer beschäftigt mit der Humusherstellung aus Falllaub. Nebenbei bemerkt handelt es sich um einen Pseudoskorpion, ein Spinnentier mit zwei sogenannten Pedipalpen. Diese dienen aber tatsächlich zum Fangen von (sehr kleiner) Beute und enthalten durchaus auch (sehr wenig) Gift, das für Menschen nicht gefährlich ist. 

 

Welche Stoffe kompostierbar sind und warum, wie der Prozess der Humifizierung und Remineralisierung läuft, das waren Arbeitsschwerpunkte des biologischen Teils des GeoMINT-Kurses des 8. Jahrgangs. Auch chemische Untersuchungen haben stattgefunden,  z. B. den Humusgehalt, die Korngöße, den Kalkgehalt und Säuregrad des Bodens betreffend. 

Demnächst werden erworbene geologische Kenntnisse zur Entstehung von Boden, sogenannten Bodenprofilen in der Umgegend empirisch überprüft. Zudem haben die SchülerInnen Daten gesammelt und im Rahmen informatischer Bildung ausgewertet und analysiert. 

Heute aber waren wir beeindruckt von der Lebendigkeit, die in unserem Kompostansätzen entstanden ist. "Von außen sah das aus, als ob fast gar nichts los ist." Und nun offenbart sich der Artenreichtum bereits in wenigen Krümeln humusreichen Bodens unter dem Binokular. 

Ein toller Abschluss des ersten Halbjahres!