Erdkunde-Kurse der Q2 auf Exkursion im Ruhrgebiet (1. April)

„Dem Strukturwandel auf der Spur“! So lautete das Thema der Tagesexkursion der beiden Erdkunde Grundkurse und des Leistungskurses der Q2 in das Ruhrgebiet. Essen, Bottrop, Oberhausen und Duisburg standen als Etappenziele dabei auf dem Programm.

 Der Tag machte uns das im Unterricht Erlernte durch die konkrete Anschauung sehr deutlich: den Strukturwandel – also die Transformation von der ehemaligen Bergbauregion zur Dienstleistungs- und High-Tech-Region.

 Startpunkt war der Krupp-Gürtel in Essen, wo auf dem 230 ha großen Gelände der ehemaligen Kruppschen Gussstahlfabrik heute ein Wohn- und Dienstleistungszentrum in der Nachbarschaft zur Essener City entstanden ist.

 Danach ging es zur Landmarke „Tetraeder“ in Bottrop. Von dem Industriedenkmal auf der Bergehalde in unmittelbarer Nähe zur Zeche Prosper Haniel bot sich der Gruppe ein beeindruckender Blick über das Ruhrgebiet, auch „Haldenerlebnis Emscherblick“ genannt.

 Weiter ging es zur Neuen Mitte Oberhausen, die vielen als CentrO bekannt ist. Wo früher Hochöfen, Stahl- und Walzwerke sowie Zechen und Gleisstränge das Landschaftsbild entlang der Emscher bestimmten, steht heute das größte Einkaufszentrum Deutschlands.

 Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Landschaftspark Duisburg-Nord, wo nach dem Niedergang der Montanindustrie auf dem verwaisten Areal des Hochofenwerks Meiderich die alten Produktionsgebäude weitgehend erhalten geblieben sind. Nach dem industriellen Aus ist die Anlage heute ist ein attraktiver Freizeitpark, der vielfältige Aktivitäten möglich macht, wie z.B. alpines Klettern in ehemaligen Möllerbunkern, das Tauchen im Gasometer oder den Aufstieg auf den Hochofen, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

 Am Ende der Ruhrgebietstour hatten wir einen intensiven und sehr interessanten Einblick in den Wandel von Städten und Landschaft sowie in die nachhaltige, aktive Zukunftsgestaltung im ehemaligen Montanrevier bekommen.