„Der gelbe Vogel“ von Myron Levoy

Die Klasse 7b hat sich zum Ende des Schuljahres mit dem Roman „Der gelbe Vogel“ von Myron Levoy beschäftigt. Er ist aus der Perspektive eines Jungen namens Alan geschrieben, der in Amerika gegen Ende des 2. Weltkrieges auf ein Flüchtlingsmädchen trifft: Naomi. Zunächst hält Alan Naomi nur für verrückt: Sie hat einen verängstigten Blick, spricht nicht und zerreißt den ganzen Tag – auf ihrem Bett sitzend – Papier in Fetzen. Erst nach und nach erfährt Alan, dass Naomi durch ein einschneidendes und brutales Kriegserlebnis traumatisiert ist. Ihm gelingt es dennoch, das Vertrauen des Mädchens zu wecken – und eine spannende Freundschaft beginnt. Wie zerbrechlich aber diese Freundschaft (oder Liebe?) ist, zeigt ein weiteres unerwartetes Ereignis, das auch die Genesung Naomis wieder in Frage stellt…

Einige Schülerinnen der Klasse 7b haben sich in Naomi hineinversetzt, sich an den Moment zurückerinnert, in dem sie beobachten musste, wie ihr Vater von den Nazis erschlagen wurde, und ihren (fiktiven) Alptraum zu Papier gebracht. Anschließend haben sie den Traum in einer Collage, einem Comic oder einer Bildgeschichte umgesetzt. 

Die Texte und Bilder zeigen, wie schwer es ist, ein so dramatisches Ereignis wie die Ermordung des eigenen Vaters zu verarbeiten. Die Bilder aus der Vergangenheit holen Naomi immer wieder ein – ebenso wie ihre Schuldgefühle…