Reise zum Mittelpunkt der Provence

Heute war unser letzter Tag in Avignon. Mit gepackten Koffern machten wir uns am Morgen mit dem Bus auf den Weg zu unserem heutigem Ausflug.

Nachdem uns der gestrige Tag aufgrund schlechter Wetterbedingungen dazu zwang, den Besuch in Montpellier vorzuverlegen, konnten wir uns heute, zunächst unter grauen Wolken, aber dann in strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Roussillon machen. Hier bot uns während eines Rundgangs ein fantastischer Blick auf die Ockerfelsen. Die Farben changierten zwischen Bordeaux, Zinnoberrot und Ockergelb und waren auch aus größerer Entfernung zu sehen. Darauf folgte eine wunderschöne dreistündige Wanderung. Auf dem Weg durch das Tal war am Berg schon unsere Zwischenetappe sichtbar: Gordes! Unterwegs zeigte sich uns die Schönheit der Provence. Vom malerischem Roussillon durch kleine grüne Eichenwäldchen und vorbei an hübschen Landhäusern, grün-braunen Weinstöcken mit blauen Trauben und (leider schon) abgeernteten Lavendelfeldern führte uns der Weg hinauf nach Gordes. Aufgrund kleinerer Barrieren und Ratlosigkeit beim Aufstieg teilte sich die Gruppe auf, wobei einige etwas schmutzig an Schuhen und Hose wurden :-). Doch auch diese provenzalische Schlammpackung nahmen wir mit Humor. Der sehr steile Anstieg sollte sich mehr als auszahlen; der gigantische Ausblick von Gordes ins Tal übertraf sämtliche Erwartungen. Das Tagesziel jedoch war das Kloster Sénanque, ein Wahrzeichen der Provence, versteckt auf der anderen Seite des Bergs im Tal. Dieses Zisterzienserkloster ist ein beliebtes und unumgängliches Motiv für Postkarten, Kalender und Reiseführer. Leider blieb uns ein Besuch im Inneren verwehrt, jedoch sollte im Souvenirshop jeder etwas schönes als Erinnerung gefunden haben.

Am Abend trafen wir im zweitem Quartier in Port Carmargue ein, bezogen die Apartments und genossen eine provenzalische Paella.