Die Tribute von Nîmes

Unser letzter richtiger Tag stand an. Am Vormittag hieß das Ziel Nîmes (Ja, das "i" hat in diesem Fall so ein lustiges Dach oben drauf), wo wir zunächst das Amphitheater aus der römischen Zeit besichtigten. Da es mit seiner elliptischen Form noch sehr gut erhalten ist, finden heute hier noch Stierkämpfe und sonstige Veranstaltungen statt. Mit einer Kapazität von damals 25000  Zuschauern fanden hier mehr Menschen Platz als in der Benteler Arena in Paderborn. (Heute lässt man noch 13000 Personen sitzen.) Mit Hilfe von Audioguides versetzten wir uns in die Zeit um 100 nach Christus zurück.

Während der darauffolgenden Stadtführung bekamen wir zudem noch das Maison Carrée sowie das Carré d’Art und den Jardin de la Fontaine, eine Gartenanlage aus der Epoche des Barock, zu sehen.

Der darauf folgende Programmpunkt stand lange Zeit auf der Kippe: Kanu fahren! Zwar waren laut Wetterdienst vom Montag noch Regenschauer und Gewitter vorhergesagt, jedoch war die Wetterfee dann doch noch auf unserer Seite und bescherte uns während der Fahrt einen blauen Himmel. Dabei ging es in vielen Kanus unter dem Pont du Gard hindurch, einem Aquädukt aus der Zeit des römischen Imperiums. Das Spiegelbild dieses gigantischen Monuments schimmerte auf der blauen Wasseroberfläche. Nun können wir von Glück reden, dass es die letzten Tage geregnet hatte; sonst wären wir wohl wahrscheinlich paddelnd nicht weit gekommen, sondern hätten unsere Boote in dem zu seichten Wasser tragen müssen.

Morgen folgt noch ein kurzer Abstecher nach Orange, bevor es dann auf die Heimreise nach Paderborn geht...