Die Theodorianer. Eine Komödie in zwei Akten

Geweckt vom prasselnden Regen in Avignon, zwang uns die Wettervorhersage zu einer spontanen Planänderung: Stadt statt Land.

So begaben wir uns auf den Weg nach Montpellier. Die ungefähr zweistündige Fahrt lieferte uns schon bei der Einfahrt einen guten Überblick über die Stadt, die im Vergleich zu vorherigen Zielen eher modern ist. Die von Mitschülern organisierte Stadt-Rallye führte uns bei zunächst sonnigem Wetter in Kleingruppen zu wichtigen Zielen und ermöglichte uns eine freie Erkundung der Stadt und somit auch die Gelegenheit, alles nach Belieben zu ordnen; unter anderem wurden so z.B. Kirchen, die Opéra, der botanische Garten und kleine Geschäfte in wundervoll verwinkelten Gassen gesucht und gefunden.

Hinter der Place de la Comédie wechselte die Stadt ihr Gesicht. Im Viertel Antigone fanden wir großspurige, absolutistische Architektur vor, die einen erdrückenden Eindruck auf uns machte. Im Gegensatz zum 1. Akt bot dieser 2. Akt kaum Gemütlichkeit, menschenleere Plätze und verlassene Cafés. Diese Tristesse wurde untermalt durch die monochrome Farbgebung, der sich der Himmel nach und nach anschloss.

Die problemlose Rückfahrt ermöglichte uns noch vor dem Abendessen den Einkauf von Proviant für die morgen anstehende Wanderung.